Es gilt auch, Ablehnung zu überwinden

Das Thema Heimatfindung bewegt. Denn: Es impliziert, dass man seine alte Heimat verlassen und sich an einem neuen Ort niedergelassen hat. Es bedeutet auch, dass man auf Menschen trifft, die bereits länger in der neuen Heimat ansässig sind.

Dies vorweggestellt, war das zweite Ratinger Bürgergespräch „Meine neue Heimat – Deine neue Heimat“ in der städtischen Begegnungsstätte Ratingen-Süd unter Moderation des Journalisten Jürgen Grosche ein herausforderndes. Stereotypen und Vorurteile kamen auf den Tisch – bei den älteren Menschen, die nach ihrer Flucht und Vertreibung aus dem Osten im Rheinland nicht gern gesehen waren, wie auch bei den jüngeren Vertretern aus Syrien, die erst vor zwei Jahren an den Rhein gekommen sind. Erfahrungen mit Ablehnung wurden deutlich. Aber auch ein Grund-konsens, dass es gilt, diese zu überwinden. Dass man gute und schlechte Begegnungen haben wird. Und dass es oftmals zwei Schritte vorwärts, einen zurück geht. Heimatfindung bedeutet Offenheit auf beiden Seiten und ein Sich-auf-einander-einlassen. Dank der offenen Diskussion vom zweiten Bürgergespräch zur Heimatfindung nach der Flucht ist dies eine Erkenntnis, die zeitlos ist.

Das Bildungswerk NRW der Deutschen Gesellschaft e.V. dankt allen engagierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern und insbesondere dem Team von Angelika Liebergesell der städtischen Begegnungsstätte Ratingen-Süd für die rege Unterstützung bei der Umsetzung der Veranstaltung!

 

Bild: Journalist Jürgen Grosche (l.) im Gespräch mit Lina Alsayah (r.)  © Bildungswerk Nordrhein-Westfalen der Deutschen Gesellschaft e.V.