Von guten und schlechten Menschen

Bereits 2016 hatten die Bürgergespräche „Meine neue Heimat – meine neue Heimat“ für rege Diskussion an der städtischen Begegnungsstätte Ratingen-Süd geführt. Das war auch in diesem Jahr nicht anders. Moderiert durch den erfahrenen Journalisten Frederik von Lonski konnte so ein offener Austausch über die Heimatfindung von aktuell Geflüchteten stattfinden – und ein Vergleich zu früheren Ostflüchtlingen im Nachkriegsdeutschland gezogen werden. Zwei Schlussfolgerungen standen bei der Debatte vor allem in Vordergrund: Erstens müssen Erwartungen auf beiden Seiten – in der Aufnahmegesellschaft und bei den Geflüchteten – realistischer sein. Heimatfindung und Integration sind nicht einfach. Es erfordert von beiden Seiten Offenheit und einen fairen Umgang miteinander. Dies vorausgeschickt, war das zweite Fazit des aktuellen Bürgergesprächs: Es gibt überall gute Menschen und auch schlechte Menschen. Auf beiden Seiten. Und das bedeutet dann eben auch: Pauschalisierungen gilt es zu vermeiden. Der einzelne Mensch ist das Maß der Dinge.

Das Bildungswerk Nordrhein-Westfalen der Deutschen Gesellschaft e.V. dankt herzlich allen Teilnehmern und Möglichmachern für den offenen und konstruktiven Austausch. Das Projekt „Meine neue Heimat – Deine neue Heimat“ wird mit Mitteln des Bundesministeriums des Innern gefördert.

Foto: Midia Mohammad aus Syrien und Manfred Evers von der Volkssolidarität Ratingen © Bildungswerk Nordrhein-Westfalen der deutschen Gesellschaft e.V.