Eritrea im Fokus

Die Debatte um Einwanderung und Integration wird insbesondere mit Blick auf Flüchtlinge aus Nahost und Afghanistan geführt. Oft übersehen wird dabei ein Land, aus dem sich bereits seit den späten 1990er und frühen 2000er Jahren eine Einwanderung nach Deutschland vollzieht: Eritrea.

Im Rahmen der Bürgergespräche „Meine neue Heimat – Deine neue Heimat“, die das Bildungswerk NRW in den städtischen Begegnungsstätten in Ratingen durchführt, trafen in Ratingen-Tiefenbroich ältere Menschen, die zum Teil selbst aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten geflohen sind, dieses Mal auf Neu-Rheinländer aus Eritrea –  ein Geschwisterpaar, die auf unterschiedliche Erfahrungen zurückblicken. Denn: Eine Schwester ist noch geflohen, die Jüngere bereits in Deutschland geboren. Entsprechend differenziert war ihr Blick auf die Heimatfindung. Dank einer aktiven eritreischen Gemeinde im Düsseldorfer Raum und auch durch eine schnelle Integration an Schule und Arbeitsplatz sind beide Schwestern heute aber beide voll integriert. Vor allem die Jüngere sieht sich in erster Linie als Deutsche – natürlich mit afrikanischen Wurzeln, was es ihr in Zeiten der Flüchtlingsdebatte  in der Öffentlichkeit aktuell nicht immer einfach macht.

Das Bildungswerk der Deutschen Gesellschaft NRW bedankt sich bei allen engagierten Teilnehmern und Teilnehmerinnenn, vor allem auch dem Team um Frau Martina Schröder von der Begegnungsstätte Tiefenbroich und der Dortmunder Journalistin Ina Daniel für ihre einfühlsame Moderation. Das gemeinsame Erleben einer eritreischen Kaffee-Zeremonie als Nachfolgeveranstaltung in der Begegnungsstätte Ratingen-Tiefenbroich nehmen wir gerne auf die Agenda!

Hinweis: Aufgrund der politischen Situation in Eritrea wurde bei dieser Veranstaltung von Fotos abgesehen.